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Eduard Vormann,
geb 12.7.1850

Nach der Lehrzeit war er fünf Jahre als Freiwilliger bei den Garde-Ulanen in Potsdam und direkt danach 1875 auf Wanderschaft, die ihn den Rhein aufwärts über den Gotthard, das Tessin, in die Po-Ebene, dann nach Laibach und Budapest führte.

Zum 1. Oktober 1877 pachtete Eduard Vormann die Friedrich Funkesche Brauerei mit Gaststätte für 5 Jahre.
Eduard Vormann kam von der Löwenbrauerei von Peter Overbeck in Dortmund nach Dahl.

So geriet damals ein Untergäriger Brauer in einen Obergärigen Betrieb, dessen Bierkeller keine Eiskühlung hatte. Die fehlende Lagerkellerkühlung führte dann 1879 zum Bau eines Lagerkellers mit Natureiskühlung, der heute, Keller unter dem Hause Hoffnungstalerstr. 1-3, noch gut erkennbar ist.

Vor Beendigung des Pachtvertrages 1882 baute dann Eduard Vormann das Sudhaus als Anbau an die heutige Dahlerstr. 61. Vom Biergarten aus ist dieser Anbau gut erkennbar.
Der Funckesche Bierkeller ist der Dahler Bevölkerung nicht unbekannt, denn er wurde während des 2. Weltkrieges von der Organisation Todt, die bekanntlich auf dem alten Sportplatz eine Zentrale hatte, zum Luftschutzbunker vergrößert.

Im Mai 1878 heiratete Eduard Vormann Anna Millhoff. Sie lebte im Elternhause, der Dahlerstr. 61., wo sich noch heute unser Brauereiausschank befindet. Dieses Anwesen erwarb ihr Großvater Peter Caspar Millhoff in den Jahren um 1845. Er riss den alten Fachwerkbau ab und baute das heutige Haus neu.

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Anna Millhoff, geb. 4.5.1856

Am 12. Juli 1850 wurde dem Schuldirektor Gottlieb Vormann und seiner Ehefrau Louise, geb. Helkenberg das jüngste Kind geboren, dem sie den Namen Eduard gaben. Als am 8. Mai 1856 Gottlieb Vormann starb, stand Louise Vormann mit 4 Kindern alleine da und Eduard, ihr Jüngster, war noch keine 6 Jahre alt.

Eine mögliche dritte Lehrergeneration der Vormanns war aus finanziellen Gründen somit der Weg verbaut.

In einer broschierten astrologischen Abhandlung kann man lesen: wer im letzten Dritte des Krebses geboren sei, der könne beruflichen Erfolg haben als Seemann oder in Berufen, die mit Wasser zu tun hätte.“

Heute kann niemand mehr die Frage nach der Berufswahl des damaligen Schulabgängers beantworten. Wir wissen aber, dass die Brauerei Ostermann in Schwerte einen wissbegierigen und fleißigen Jungen in den Betrieb bekommen hatte,
der ganz bestimmt aus Neigung diesen Beruf gewählt hatte. Als sein Lehrbetrieb in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg zu brauen aufhörte, da kam, wohl auch als kleines Dankeschön nach mehr als 60 Jahren Hopfen aus den Beständen in Dahl an. Seine Tochter Adele erzählte von der dankbaren Freude ihres Vaters zu diesem Überraschungsgeschenk.

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