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Eduard Vormann,
ca. 1920

1909 ist Eduard Vormanns 2. Sohn, Eduard, genannt Edi, in den Betrieb eingetreten und übernahm die Betreuung der Kundschaft. Edi sprach zuweilen aus jener Zeit, als er 1911 zur Erlernung des Autofahrens nach Düsseldorf bei der Firma DAG die Endmontage des LKW mitmachte, den er dann nach Dahl mitbrachte. Stolz war er auf den Führerschein aus dem Jahre 1911 und der Tatsache, dass er dem Ingenieur vom Dampfkesselüberwachungsverein, dem Vorläufer des TÜV, die Handhabe des Autos zeigen konnte.

Von den Wettfahrten mit der Eisenbahn bis Meinerzhagen und der staubigen Landstraße steht mir ebenso in Erinnerung wie die dreimalige Liefertour am Tage des großen Brandes von Meinerzhagen 1911. Auch diese Kundschaftsverbindung brach mit dem 1. August 1914 zusammen, denn mein Onkel wurde zusammen mit dem Lastauto eingezogen. Bei der Kraftfahrkolonne kam er 1915 bis Kurland und Litauen. Nach dem unerwarteten Tod seiner Mutter am 27. Juli 1915 meldete er sich zur Infanterie. Im Oktober 1917 wurde er im Nahkampf bei Paschendael/Ypern schwer verwundet und ist nie mehr eingezogen worden. Sein Verdienst ist es, dass die Brauerei im 2. Weltkriege nicht verwaiste. Die schwere Zeit des 2. Weltkrieges begann gleich mit dem Tod unseres Kutschers Fritz Zahn im September 39, der bei der Bewachung der Eisenbahn-Volmebrücke unterhalb des Hengstenbergtunnels verunglückte.

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Ausgekellerte Lagerfässer. Stehend Ed. Vormann II, sitzend alter Herr Ed.
Vormann I bei ihm stehend, Friedchen Möller mit Hut, Richard Möller stehend mit Mütze am Lagertank gelehnt, Stöppken der Hund. Herbst 1924

Aber auch der jüngste Sohn Ernst, mein Vater, ging von der Schule aus in die Brauerei, was 1913 oder 1914 gewesen sein muss. Diese Tätigkeit wurde auch durch den Krieg unterbrochen. Durch den Tod der Mutter am 27.7.1915 erlebte diese nicht mehr die Freiwilligenmeldung ihres Jüngsten zur Artillerie nach Metz im Herbst 1915.

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Mitgliedskarte Landwehr-Unterstützungs-Verein, 1914

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